Autor*innen: Yasemin Fleischmann, Benedikt Hoppe, Bastian Janßen
Care-Arbeit prägt unser Leben in vielfacher Hinsicht: „Obwohl die private, unbezahlte Sorge- und Hausarbeit wichtige gesellschaftliche Pfeiler und von volkswirtschaftlicher Relevanz sind, werden sie kaum honoriert und erfahren selten Wertschätzung und Anerkennung. Vielmehr herrscht noch immer die Haltung vor, ein bisschen Haushalt, Betreuung und Pflege könne so nebenbei erledigt werden“ (Bündnis Sorgearbeit fair teilen 2026: Website).
Stellt euch einmal vor, dass es die einzelnen Angebote in den Stationen nicht geben würde. Was, wenn kein einziges dieser Angebote existieren würde? Unser Leben wäre definitiv ärmer ohne Care. Vielleicht nicht möglich, definitiv nicht in dieser Form.
Was ist also zu tun, um diese Form der Arbeit und des Wirtschaftens zu überdenken? Wir haben zwei diskutierte Handlungsmöglichkeiten für euch zusammengetragen, die in der Kommune Köln umsetzbar wären.
Die Kommune Köln sollte als staatliche Einrichtung vorangehen und ihren Mitarbeitenden mit einer 30-Stunden-Woche ermöglichen eine bessere Work-Life-Balance und eine bessere Verteilung der häuslichen Care-Arbeit zu ermöglichen. Dies würde auch zu mehr Gleichstellung und Stressreduktion beitragen (KWA 2026: Website).
Damit „Care“ eine politische Lobby bekommt, sollte ein „Care-Rat“ aus Vertreter*innen verschiedener betroffener Gruppen (z.B. Alleinerziehende, Pflegende) gebildet werden, der ein Vetorecht bei städtischen Entscheidungen erhält. Damit würde Care in der Stadtplanung mehr berücksichtigt.
Was denkt ihr über diese Vorschläge? Nehmt den Spaziergang gerne als Anreiz selbst über das Thema nachzudenken.